Ich Klage!!!

in Gesellschaft, Kultur , by Lutz

 

Waren die ersten Worte welche ich hörte, als ich die Wohnung von Vicky, einer guten Bekannten betrat. Naja eigentlich heißt Vicky mit richtigen Namen Victoria-Mechthild Strothum-Schneidereit und ja…. sie stammt aus Baden-Würtemwürg. Aber ich mag sie trotzdem, was man von Ihrem jetzt seit 2 Jahren frisch angetrauten 2. Ehemann nicht unbedingt sagen kann. Guntram-Emanuel Strothum… ja auch hier liegt euer Verdacht nahe und stimmt. Dazu aber später.

Vegan 

Ich zumindest war etwas irritiert und fragte leise Guntram-Emanuel ob sie denn mich verklagen wöllte oder was denn passiert wäre. Andächtig betraten wir nun die geräumige, Bambus-Naturholz eingerichtete Küche wo Victoria-Mechthild grad mächtig am toben war.

„Das lassen wir uns nicht gefallen. Schließlich gibt es ja jetzt einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Wir klagen.“ War die Erklärung ihres Aufruhrs. Ah ich verstand, ja ärgerlich – wobei ich eine Sekunde später mir überlegte, dass das ja grad in Berlin gar kein Thema war. Hier gibt es genügend. Blöderweise beging ich jetzt den Fehler dies auch noch zu sagen und mein Unverständnis darüber auszudrücken, dass sie keinen Platz gefunden hätten. Ein Aufschrei von Beiden und dann stieß sie den entscheidenden Satz hervor: „Der vegane Kindergarten ist total überfüllt und ich gebe mein Kind nicht in so einen verseuchten Gammelfleischbunker ….. aber du bist ja auch so ein Fleischnazi“ brachte sie empört hervor. Upps das hatte gesessen. Stimmt ich esse Fleisch und Wurscht und Eier und Käse und (weiterlesen …)

 

nachhaltige Toleranz

in Gesellschaft, Kultur , by Lutz

Ich bin immer mal wieder erstaunt, wenn Politiker, VIPs oder solche die sich dafür halten (also Y-Prominenz), Journalisten, hohe Beamte etc. mit Worten um sich werfen, deren Bedeutung sie eigentlich gar nicht verstehen, nicht verstanden haben und wohl auch nie verstehen werden. Da werden Phrasen gedroschen, Aufrufe und Appelle gestartet und zu guter Letzt wie so oft komplett am Gedankengut, den Einstellungen und Vorstellungen des „Plebs“ (wie man das im alten ROM benannte) vorbeigeredet. Glaubt Ihr nicht??

von Carlowitz - Ursprung der Nachhaltigkeit

Na nehmen wir mal ein Beispiel. Eines meiner Lieblingsworte ist „Nachhaltigkeit“. Ich habe es vor kurzem mit einigen Gleichgesinnten als Kandidaten für das „Unwort des Jahres“ eingereicht. Also an sich kann das arme Wort (Worte sind ja auch nur Menschen) nix dafür, dass jeder es benutzt, es jeder ausspricht und jeder einen anderen Sinn darin sieht. Laut Wikipedia heißt das ja nix anderes als: „Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise regeneriert werden kann.“ Zum Glück  mein jeder damit etwas anderes.

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TOOOOR

in Kultur , by Lutz

Ahhh, endlich, es ist wieder Fußballzeit. Nach 2 Jahren leiden und darben haben wir endlich wieder einen großen internationalen Titel zu feiern. Wir sind Europameister. Also eigentlich noch nicht ganz…. Aber wer will schon daran zweifeln, dass Schweini, Lahmi, Kroos, Müller, Boateng, Neuer, Gomez und Badstuber im Alleingang Champion werden. Ich! Und 58 % der Deutschen lt. einer Umfrage. Das Schöne an dieser Schlagzeile der Umfrage war folgendes Zitat: „42 % der Deutschen glauben wir werden Europameister. Damit bieten die Fans einen beeindruckenden Optimismus und Fachkompetenz in unser Team“ (Zitat N-TV in der 142.837. Sondersendung zur Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft). Wow, ich bin beeindruckt. Blöd nur, dass genau 58 % noch kompetenter waren und den Deutschen das nicht zutrauten. Leider haben die Sender vergessen das zu erwähnen. Obwohl politisch korrekt war das schon, man sollte ja im Leben immer optimistisch sein.

Jetzt nun endlich ist es soweit. Gestern Abend also nun begann die EM in Warschau mit einer kurzen, qietschbunten aber langweiligen Eröffnungsveranstaltung und es folgte in logischer Weiterführung ein langweiliges, spielerisch abtörnendes Opening der Polen gegen die Griechen. Ok, die ersten 20 Minuten der Polen waren schon beeindruckend und alles ist besser als diese unsäglichen, seit Wochen auf uns einprasselnden Sondersendungen zur EURO, Spezial-

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Thriller

in Kultur , by Lutz

Als ich letzte Woche eine Freundin auf der Strasse traf und Ihr nebenbei erzählte das ich grad in einem Film war namens „Die vierte Macht“ erschrak sie und meinte: „Oh Gott der soll ja so brutal sein“

Moskau

Brutal? Ich war leicht irritiert denn ein deutscher Film und brutal? Dazu auch noch ein Thriller? Und was ist ein Film gegen den brutalen Irrsinn den wir täglich in den Nachrichten und Reportagen aus dem realen Leben serviert bekommen? Kriege, zerfetzte Körper, von Folter entstellte Leichen, vergewaltigte Frauen, Erdbeben, verhungerte Afrikaner… soll ich weitermachen? Brutal? Also bitte.

http://www.trailerseite.de/film/12/die-vierte-macht-kino-trailer-21985.html

Aber zurück zum Film. Ich war also in einem wirklich guten deutschen Thriller unter anderem mit dem unschlagbaren Moritz Bleibtreu und einen sehr deszendent spielenden Max Riemelt.

Bei einem deutschen Krimi oder Thriller geht man ja automatisch inzwischen davon aus, dass die Kommissarin (zumeist) eine vom Leben gebeutelte Frau ist (als Kind vergewaltigt, vom Ehemann betrogen, der neue Freund von der Mafia entführt, die Mutter an Krebs gestorben, Vater Alkoholiker und sie selbst leidet an Schlafstörungen und Depressionen) die aber sehr stark und erfolgreich ihr lebensunwertes Leben meistert (gern gespielt von Veronika F. oder Christine N.). Nun hier ist es nicht so. Schon der Beginn ist für einen deutschen Film untypisch. Nach genau 75 Sekunden sind die ersten 386 Menschen tot. Wow, und es ist kein Tropfen Blut geflossen. Nach diesem unglaublichen, eher hollywood-typischen Beginn (Spielberg hätte es wirklich nicht besser gemacht) entwickelt sich eine zum einen spannende Handlung mit zahlreichen, erstaunlichen, verblüffenden Wendungen, die aber irgendwann auch logisch aufgelöst wird. Und genau das ist die Stärke des Filmes, jede Handlung, jede Person, jede Sache kann am Ende des Films nachvollzogen werden, auch jede Entwicklung der Hauptakteure und ihre Handlungsweise ohne das auch nur einmal die vorantreibende Spannung abbricht oder der Film irgendwann langweilig wird. Ein bisschen erinnert er mich an einen Klassefilm der siebziger Jahre. Wer kennt noch „Die drei Tage des Condors“ mit Robert Redford, Faye Dunaway und Max von Sydow?? Ja klar maximal die Leute die jetzt so langsam auf die 50 zugehen. Ähnlich wie in den „Drei Tage des Condors“ geht es auch hier um Macht, Geheimdienste, Mord und Totschlag. Wobei letzteres (selbst in den sehr realistisch gezeichneten Gefängnisszenen) nur als Mittel dient Zusammenhänge zwischen Macht und Terror zu vermitteln. Und Dennis Gansel der Regisseur bedient sich zudem auch noch real existierender Ereignisse, wo wir uns damals schon gefragt haben: „ ob das wirklich so war?“

 

Schlussendlich bleibt natürlich auch Gansel eine wahrheitsgemäße Antwort schuldig aber man kann sich im Endeffekt schon in dieses Szenario hineinversetzen und man geht aus dem Kino mit der (scheinheiligen) Gewissheit: Ich hab’s ja schon immer gewusst. Dabei gelingt es dem Film in einer einmaligen Genauigkeit den „Lupenreinen Demokraten“ als das zu outen was er ist….. aber schaut selbst.

 

Was die Brutalität angeht um nochmals auf den Ausgangspunkt zu kommen, so bleibt diese eigentlich immer unsichtbar aber fast physisch existent. Ok am Ende sind es wohl an die 450 Toten, aber wirklich gesehen hat man nur 2. Es ist der unsichtbare Suspense der den ganzen Film trägt, zwischen wilden Partys, Sex, Crime und Terror und wie kann man sich als stinknormaler Mensch in den „unendlichen Weiten“ eines Geheimdienstes verfangen ohne selbst schuldig zu werden. Die einzige Antwort die dieser Film gibt ist jene Botschaft, dass alle Opfer auch immer Täter sind und umgekehrt.

So ist es einen deutschen Thriller gelungen mich 2 Stunden lang wirklich zu fesseln, mich auch etwas intellektuell zu fordern und mir einen wirklich gelungen Kinoabend zu bescheren. Danke.

 

Darwinismus

in Kultur , by Lutz

Ah ja, falsch gedacht. Nein ich beschäftige mich heute nicht mit Gott, Merkel, Westerwelle, Nahles, Wulff oder wie die alle heißen. Obwohl… die würden da auch gut reinpassen. Aber nein, ich rede heute über das Dschungelcamp.

 

Darwin

Ja okay, Ihr habt recht. Ich oute mich heute mal als Fan des Dschungelcamps. Diese bildungspolitisch wichtige Sendung sieht selbstverständlich niemand…. Hat auch täglich nur 6 bis 10 Mio. Zuschauer. Defacto die BILD – Zeitung des Fernsehens. Entsetzt fragte mich gestern ein Freund, wie ich denn dazu käme „SOWAS“ anzuschauen. Letztes Jahr, als Sarah Dingens und Jay Dingsbums und Peer … – Ähmmm wie war der Nachname – in Australien (damals schon im strömenden Regen) festsaßen, war ich völlig verblüfft und fasziniert über dieses Format, was wohl irgendwie 5 oder 6 Jahre an mir fernsehtechnisch vorbei gegangen war.

Nun in diesem Jahr habe ich mir fest vorgenommen, mindestens die Hälfte der Folgen mir anzutun – weil – es ist gut und sagt viel psychologisch über uns und die Gesellschaft in der wir leben aus. Zumindest mehr als DSDS, VOICE, Talent, Baku oder wie die alle heißen und es ist vor allem grundehrlich.

Da wären als erstes die Y-Prominenten. Erstaunlich das es sogar einen wirklichen Star gibt. Brigitte Nielsen… hat zwar seit 20 Jahren keinen Film mehr gedreht aber man kennt sie zumindest… und wenn es aus der sehr erfolgreichen Serie war, wo sie sich wohl hat runderneuern lassen (mir sagte eine Freundin da wäre wohl mehr passiert als Bauch, Beine, Busen und Po, obwohl sie es als Intellektuelle selbstredend nieee geschaut hat). Als Mann kennt man natürlich das „Ailton“, früher mal ein Super-Fußballer, heute leider pleite. Achja und Martin kenne ich noch, vor 7 – 8 Jahren hatte er einen wirklich genialen Song: „Angel of Berlin“ und trainiert seither in meinem Sportclub, wo ich ihn ab und an sehe. Natürlich kennen wir auch alle MOMO, oder besser Radost Dingens… was sie in den letzten 30 Jahren gemacht hat erschließt sich mir nicht und ich hätte sie wahrscheinlich auch nicht erkannt. Dazu käme noch Jazzi…. deren richtigen Namen ich nicht kenne, einst Hip-Hop-Girlie von TicTacToe oder so. Legendär die Pressekonferenz, als sich 3 hysterische Girlies auf der Bühne krachten. Man sieht also, wenn man sich a bisserl anstrengt kennt man sogar einige davon. Leider völlig unbekannt hingegen waren mir Rocco, Kim, Micaela (die von Bata Illic??) Daniel und Vincent. Dazu später. Und… ich kannte noch Ramona Leiß… also eher vom wegzappen von vor 20 Jahren irgendwie, denn schon damals hielt ich sie für eine alt-bajuwarische Dorfpomeranze. Das letzte Lebenszeichen von ihr war wohl das Outing als Lesbe, was wohl meine einzige Respektbeweisung erzeugte.

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